
Wohnen
und Einrichten
Farbwahl: Im Neubau eine familiäre Atmosphäre erzeugen
Die Farben einer Immobilie, inklusive der Farben, ihres Innenausbaus und ihrer Innenausstattung, haben eine unvergleichliche Wirkung auf die Psyche. Als prägender Faktor der wohnlichen Atmosphäre sollten sie deshalb in die Ausstattungsplanung des Neubaus einbezogen werden.
Die Wirkkraft der Farben
Farben haben eine meist unbewusste Wirkung auf die menschlichen Gefühle, Erinnerungen und Assoziationen. Je nach dem Ton einer Farbe werden diesem von uns individuelle Eigenschaften zugesprochen. Die persönlichen Vorlieben, Trends und Erfahrungen verbunden mit einer Farbe, spielen dabei eine wichtige Rolle. Und währenddessen einige Bedeutungen individuell festgelegt werden, sind andere bereits in den Köpfen der Menschen verankert.
Durch die starke Wirkkraft einer jeden Farbe kann sie entscheidend für die familiäre Atmosphäre eines Neubaus sein. Bei der Innengestaltung wirkt eine mattschwarze Küche beispielsweise ganz anders als eine weiße Küche. Dasselbe gilt für die Dekoration vor dem Haus. So wirken auch bunte Pflanzen, eine schöne Fußmatte und ein farbiger Briefkasten anders als eine steinige Terrasse ohne jegliche Dekorationsartikel.
Trend: Farben moderner Hausfassaden



Die Hausfassade gilt als die Visitenkarte eines jeden Hauses. Da sie der erste und für Fremde oftmals einzige Eindruck ist, den man von dem Neubau zu Gesicht bekommt, sollte ihre Farbe mit besonders viel Bedacht gewählt werden. Zudem fallen die Kosten eines Neuanstriches nicht günstig aus, weshalb der Entscheidungsprozess umso relevanter ausfällt.
Die Fassaden moderner Neubauten fallen üblicherweise sehr schlicht aus. Spätere Akzente werden bei der Fassade lediglich mit Dekorationsartikeln erzeugt. Fußmatten wiedie hochwertigen Fußmatten der Tassenbrennerei schaffen es beispielsweise, eine schlichte Fassade aufregender zu gestalten. Genau dasselbe gilt für die Designwahl des Vorgartens, der Haustür, der Pflanzen sowie weiterer Dekorationen.
Bei der Fassadenfarbe sind sogenannte Off-White Töne besonders beliebt. Diese werden bei Luxushäusern gerne mit dunklen Farbakzenten wie Dunkelblau oder sogar Schwarz kombiniert. Aggressive Farben wie Rosa, Magenta und Grün werden bei den heutigen Immobilien den Dekoartikeln überlassen. Für die Fassade werden eher sanfte und unauffällige Farben bevorzugt, da sie eine gemütlichere und exklusivere Atmosphäre erzeugen.
Den Innenausbau farblicher gestalten: ruhige Farben



Nachdem die Fassade eines Hauses geplant und erbaut wurde, steht die Umsetzung des Innenausbau-Konzeptes an. Bei dem Innenausbau handelt es sich um alle Baumaßnahmen, die nach dem Rohbau unternommen werden müssen. Zu den bekanntesten Maßnahmen gehören Türen, Fenster, Fensterbänke, Treppen sowie Treppengeländer und Böden. Bei der Farbplanung der Maßnahmen des Innenausbaus ist es wichtig, daran zu denken, dass die Hauptfunktion des späteren Zuhauses das Wohnen ist. Demnach sollten alle Farbschämen auf den gewünschten Wohlfühlfaktor aufgebaut werden.
Grundsätzlich empfiehlt es sich im Innenausbau erneut eher schlicht zu arbeiten. Die Farben können zwar interessant wirken und auffallen, sollten jedoch zugleich entspannend und ruhig sein. Besonders gut eignen sich hierbei Farben wie verschiedene Braun-, Oker- und Grautöne. Steinoptiken an Fensterbänken oder Böden sollten ebenso eine ruhige Stimmung erzeugen. Neben den bereits genannten Farben ist es ebenso beliebt, auf die beiden Farben Schwarz und Weiß zurückzugreifen.
Tipp: Farben im Büro gezielt zur Konzentrationssteigerung einsetzen
Anders als in anderen Räumen können im Home-Office aggressivere Farben die Konzentration verbessern. Mit Farben lässt sich die Psyche leicht beeinflussen. So kann eine Farbe ausschlaggebend sein, ob ein Raum zur Arbeit und Konzentration oder zur Entspannung und Erholung dient. In Büroräumen empfiehlt es sich mehr als in anderen Räumen, auf helle Farben zurückzugreifen. Entscheidet man sich dazu, die Wand zu streichen, so sollte eignen sich besonders gut helle Pastelltöne. Auch die Innenausstattung des Büros sollte zum Großteil aus hellen Farben bestehen. Zudem wecken Dekorationsartikel in knalligen Signalfarben wie Rot die Psyche auf.
AN DIE INNENAUSSTATTUNG: DIE WAHL DER MÖBEL
Ist das Farbkonzept des Innenausbaus geplant, so muss zum Schluss nur noch die Innenausstattung gewählt werden. Hierbei empfiehlt es sich, den bereits gewählten „roten Faden“ weiter zu folgen. Es empfiehlt sich, die Farben der Einrichtung und die Farben des Innenausbaus miteinander abzustimmen. Zwar müssen beide Bereiche nicht dieselben Farben haben, jedoch sollten alle Farben miteinander kompatibel sein. Ein willkürlicher Kauf der Innenausstattung sorgt im schlimmsten Fall dazu, dass alle vorherigen Farbwahlen des Innenausbaus umsonst waren. Dies liegt daran, dass die Innenausstattung oftmals schneller ins Auge fällt.
Um bei der Innenausstattung nicht ganz auf knallige Farben wie etwa bei einer modernen roten Küche oder bei einem blauen Boxspringbett verzichten zu müssen, empfiehlt es sich, die Farben mithilfe ein paar Tipps aufeinander abzustimmen:
Bei der Erstellung eines Farbschemas für die Innenausstattung empfiehlt es sich auf so wenig Farben wie möglich zurückzugreifen. Ideal wäre es, wenn die Ausstattung aus ungefähr zwei neutralen Farben und höchstens zwei lebhaften Farben besteht.
Unter Innenarchitekten gilt die 60-30-10-Regel als eine wichtige Leitlinie für die Verwendung von Farben. Dabei sollten 60 Prozent der gewählten Farben eher hell und sanft ausfallen. Die 30 Prozent wiederum können aus etwas auffälligeren und kräftigen Sekundärfarben bestehen. Die restlichen 10 Prozent können aus einem kontrastierenden Farbton bestehen, welcher dem Raum einen unterschwelligen Akzent verschafft.
Achtung: Die Wirkung zu vieler Farben
Die richtigen Farben können einen Neubau zu einem richtigen Zuhause machen. Doch genauso wie zu wenige Farben den Neubau kalt erscheinen lassen, können zu viele Farben einen ungewollten Effekt erzeugen. Grundsätzlich sollte man die Farbakzente bei der Fassade, im Innenausbau sowie bei der Innenausstattung eher sparsam einsetzen. Zu viele rote Flächen können beispielsweise anstrengend für die Augen sein und die familiäre Atmosphäre zerstören. Des Weiteren können zu viele Farben negative Gefühle, Erinnerungen und Assoziationen hervorrufen.







