Photovoltaik

Heimischer Strom vom Dach

Selbst erzeugten Solarstrom verbrauchen: Das ist ein Traum vieler Eigenheimbesitzer. Denn Solarstrom macht unabhängig von schwankenden Energiepreisen und leistet einen wichtigen Beitrag, um CO2-Emissionen einzusparen und das Klima zu schützen.

Hier erhalten Sie einen Überblick über Funktionsweise, Kosten und Förderungen von Solaranlagen für Ihr Eigenheim. Außerdem zeigen wir Ihnen Wege, wie Sie in kurzer Zeit und kosteneffizient Ihr Haus nachrüsten können. 

Das Wichtigste im Überblick

Solarenergie in vielen Bundesländern bereits heute Pflicht

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein – das hat die Bundesregierung im novellierten Klimaschutzgesetz festgelegt. Bereits 2030 sollen 80 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien stammen. Dabei wird auch auf Solarenergie gesetzt. Viele deutsche Bundesländer haben deshalb bereits eine Pflicht zur Installation von Photovoltaikanlagen bei Neubauten und Dachsanierungen beschlossen. Dazu gehören Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Außerdem sind Pläne auf Bundesebene im Gespräch, die Solarpflicht für neue Wohngebäude auf ganz Deutschland auszuweiten.  

Strom und Wärme vom Dach

Unter dem Begriff Solaranlage wird allgemein das Umwandeln von Sonnenenergie in Strom oder warmes Wasser verstanden. Man unterscheidet dabei im Wesentlichen Photovoltaik und Solarthermie.

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenenergie in elektrische Energie um, die für den eigenen Verbrauch verwendet oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Für diesen selbst erzeugten Strom erhalten Haushalte eine finanzielle Vergütung. Der Bezug von teurem Strom vom Netzanbieter, insbesondere in den Sommermonaten, ist somit kaum mehr notwendig. Für den Nutzer entstehen aus diesem Grund neben den Anschaffungskosten nur geringe Kosten. Photovoltaikanlagen sind außerdem vielfältiger als die Solarthermie, weil sich der Solarstrom in Kombination mit einer Wärmepumpeheizung auch zur Erzeugung von Wärme im Haus nutzen lässt. 

Solarthermie ist eine Technologie, die Sonnenenergie in Wärme umwandelt, um Warmwasser für Küche, Bad oder Dusche aufzubereiten oder Wohnungen und Häuser zu erwärmen. Ähnlich wie bei der Photovoltaik werden bei der Solarthermie Solarkollektoren auf dem Hausdach angebracht. Diese Solarkollektoren fangen die Strahlungsenergie der Sonne ein und leiten sie über einen Rohrkreislauf ins Hausinnere. So gelangt die erwärmte Flüssigkeit in den Wärmespeicher, der sich aus Effizienzgründen meist in der Nähe der Zentralheizung befindet. Vom Wärmespeicher aus wird das Warmwasser über eine Pumpe an alle Stellen geleitet, an denen es benötigt wird. Der größte Vorteil von Solarkollektoren ist der hohe Wirkungsgrad. Sie benötigen weniger Dachplatz und sind günstiger als Photovoltaikanlagen. Generell hängen die Kosten von der Art der Anlage und der Größe des Hauses ab. 

 

Noch mehr Unabhängigkeit dank Strom- und Pufferspeicher

Mit Hilfe eines Stromspeichers kann überschüssig gewonnene Solarenergie auch noch zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht werden. Damit machen Sie sich beihnahe vollständig unabhängig von externen Stromanbietern.

Kombinieren Sie eine Solarthermieanlage mit einem Wärmetauscher und Pufferspeicher, können Sie Ihre Heizung unterstützen und so Heizkosten sparen.

Photovoltaik wird von Bund, Ländern und Kommunen gefördert

Wer derzeit eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge und einen Stromspeicher kaufen will, erhält vom Staat bei Bedarf zinsgünstige Kredite für die Photovoltaik-Finanzierung und Zuschüsse. Förderprogramme gibt es auch von einzelnen Bundesländern oder Kommunen. 

Bauen mit Photovoltaik

  • Mit einer Photovoltaik-Anlage gewinnen Sie auf dem Dach grünen Strom und machen sich unabhängig von Preiserhöhungen.
  • Ihre Photovoltaik-Anlage kann gekauft oder gemietet werden.
  • Mit Photovoltaik kann der Eigenverbrauch gedeckt und Überschüsse gegen eine fixe Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden.
  • Auch bei wenig Sonneneinstrahlung produzieren Sie Strom und speichern ihn für später.

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So funktionieren Photovoltaik-Anlagen

Eine Photovoltaik-Anlage wandelt Sonnenstrahlen mittels Solarzellen in Strom um. Meist sind die Solarzellen lithium-basiert und werden hintereinander oder parallel in Modulen zusammengefasst. Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus mehreren zusammengeschalteten Modulen. Ihre Kollektoren werden auf dem Dach platziert. Über einen Wechsel­richter wird dann Gleich­strom in Wechsel­strom umge­wandelt, der direkt im Haus genutzt werden kann. Ein Strom­zähler zeigt Ihnen an, wie­viel Strom Sie erzeugt haben.

Zur Stromerzeugung wird ausschließlich Sonnenlicht benötigt. Eine Zufuhr von Primärenergie ist nicht notwendig. Dabei erzeugt die Anlage auch in den dunkleren Jahreszeiten ohne direkte oder mit nur wenig direkter Sonneneinstrahlung Strom. Mit anderen Worten: Die Anlage arbeitet auch bei diffusem Licht. 

Photovoltaik nachrüsten

Kosten, Förderung und technische Voraussetzungen

Die (Vor-) Installation einer Photovoltaikanlage wird heutzutage bei der Planung eines Neubaus in den meisten Fällen bedacht. In vielen Neubauten ist die Kombination mit einer modernen Wärmepumpe das Mittel der Wahl, um sich vor hohen Nebenkosten zu schützen und sich unabhängig vor schwankenden Strompreisen zu machen. Den Haushalt mit selbst erzeugtem Solarstrom zu versorgen ist jedoch nicht nur finanziell erstrebenswert, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Eine eigene PV-Anlage ist also ein lohnenswerter Gedanke bei der Planung eines Hauses.

Doch wie sieht es bei einer Bestandsimmobilie aus? Ist die Nachrüstung der PV-Anlage überhaupt ohne Weiteres möglich, zumindest ohne das Haus in eine Großbaustelle mit aufgerissen Wänden zu verwandeln? Die Antwort lautet: Ja! Die wenig aufwendige Installation einer Anlage mit Photovoltaik und Speicher verursacht keine großartigen Mehrkosten, wenn die Integration der Anlage beim Bau des Hauses noch nicht berücksichtigt wurde.

Ungünstige Dachausrichtung kein Hindernis 

Es ist ein Trugschluss zu glauben, einzig die Dachausrichtung nach Süden würde den eigenen Haushalt mit ausreichend Strom aus grünen Ressourcen versorgen. Die Dachausrichtung ist zwar ein wichtiger Faktor, kann aber mit der richtigen Planung und einem passend dimensionierten Stromspeicher gut ausgeglichen werden. Der Stromspeicher sorgt dafür, dass die erzeugte Energie zwischengespeichert werden kann und erhöht damit den Eigenverbrauch von Solarstrom. Der Speicher springt immer dann ein, wenn gerade keine neue Sonnenenergie zur Verfügung steht, wie etwa nachts. Photovoltaikanlagen mit Speicher erhöhen also den Autarkiegrad der Anlage und sind daher grundsätzlich empfehlenswert. Je nach Dachausrichtung sollte der Speicher größer oder kleiner ausfallen. 

 

Größe der Photovoltaik hängt vom Stromverbrauch ab 

Die optimale Größe der Anlage hängt davon ab, wie viel Strom Sie verbrauchen bzw. wie viel Strom die Anlage produzieren muss, um den Bedarf in Ihrem Haushalt zu decken. Werfen Sie am besten einen Blick in die letzte Jahresabrechnung Ihres Stromanbieters. Mithilfe eines Solarenergie-Experten können Sie dann berechnen, wie groß Ihre Anlage sein muss. Dabei wird auch die zur Verfügung stehende Dachfläche berücksichtigt; durch eine professionelle Planung lassen sich mögliche Platzeinschränkungen durch Gauben oder Dachfenster ausgleichen.

Gerne prüfen wir für Sie, ob sich die die Nachrüstung Ihres Hauses lohnt.

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Die Installation einer Photovoltaik-Anlage kann ein guter Schritt zu einem energie­effizienten Haus sein. Dabei sollte das Gebäude aber stets ganzheitlich betrachtet werden. So können auch Maßnahmen zur Dämmung, der Einbau von Sonnenschutz, die Erneuerung von Fenstern sowie der Heizung oder der Einbau einer Lüftungsanlage die Energieeffizienz Ihres Hauses wirksam erhöhen.

Aktuelle Fördermöglichkeiten

Wer derzeit eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge und einen Stromspeicher kaufen will, erhält vom Staat bei Bedarf zinsgünstige Kredite für die Photovoltaik-Finanzierung und Zuschüsse. Förderprogramme gibt es auch von einzelnen Bundesländern oder Kommunen. Ob die Anlage für einen Neubau oder ein Bestandsgebäude installiert wird, spielt dabei keine Rolle. 

Förderung durch den Bund 

Die Anschaffung von PV-Anlagen ist seit dem 1. Januar 2023 befreit von der Mehrwertsteuer. Dadurch können PV-Anlagen und auch Batteriespeicher steuerfrei gekauft werden. Bundesweit haben Betreiber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) außerdem Anspruch auf eine einheitliche Vergütung für Solarstrom, den sie ins öffentliche Netz einspeisen – die sogenannte Einspeisevergütung. Pro Kilowattstunde Solarstrom zahlen die Netzbetreiber einen bestimmten Betrag, der jährlich neu festgesetzt wird. Anlagenbetreiber erhalten die Einspeisevergütung über einen Zeitraum von 20 Jahren. 

Günstiger Kredit: Die KfW-Förderung für Photovoltaik

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine öffentlich-rechtliche Förderbank, von der Sie Kredite und Zuschüsse für Ihr Bauvorhaben erhalten können. Sie hat zur Förderung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern das Programm Erneuerbare Energien 270 aufgelegt. Es ermöglicht, Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, für Netze und Speicher zinsgünstig zu finanzieren

Die günstigen KfW-Darlehen können zur Finanzierung einer PV-Anlage allein, mitsamt Batteriespeicher oder nur für einen Batteriespeicher beantragt werden. Gefördert werden neben den reinen An­schaf­fungs­kos­ten auch die Kosten für Planung, Projektierung und Installation der Anlage. Auch für gebrauchte Anlagen gibt es Kredite, wenn die Anlage entweder noch kein volles Jahr am Netz ist oder wenn Sie eine ältere Anlage so modernisieren,, dass sich ihre Leistung erhöht.

Antrag auf KfW-Förderkredit bei der Hausbank stellen

Der Kreditvertrag wird im Regelfall über die Hausbank abgeschlossen. Die Förderkredite haben Laufzeiten zwischen fünf und 30 Jahren. Die KfW informiert auf ihrer Website über die aktuellen Konditionen und die Details der Abwicklung. Der Antrag auf Fördermittel ist vor der Beauftragung von Bauunternehmen und Handwerksbetrieben zu stellen. Aufträge rund um die Planung können aber schon vor dem An­trag ver­geben werden, etwa an einen Energieeffizienz-Experten. 

BEG-Förderung für energieeffiziente Gebäudesanierung

Wer im Zuge einer umfassenden energetischen Sanierung zum Effizienzhaus eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren lässt, kann dafür eine Förderung von bis zu 45 Prozent erhalten. Das gilt auch für Solarstromspeicher. Grundlage ist das Bundesgesetz zur Förderung energieeffizienter Gebäude (BEG). Wer die BEG-Effizienzhaus-Förderung in Anspruch nimmt, muss im Gegenzug auf die EEG-Einspeisevergütung verzichten. Voraussetzung für die BEG-Förderung der Photovoltaikanlage ist, dass nach der Sanierung ein bestimmter energetischer Standard des Hauses erreicht wird. Dies erfordert in der Regel die sinnvolle Kombination mehrerer Maßnahmen im Rahmen einer Komplettsanierung.

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